Drucktechniken

Buchdruck-Verfahren

Der Buchdruck kann als das klassische Verfahren zur Vervielfältigung im Druck gesehen werden. Alle herkömmlichen Druckverfahren benötigen eine Druckform, auch Druckträger genannt, die aus druckenden und nichtdruckenden Teilen besteht. Die Druckform wird oft als Klischee bezeichnet. Weil die erhöhten Stellen des Klischees die druckenden Flächen darstellen, zählt der Buchdruck zu den Hochdruckverfahren. Die Einfärbung der druckenden Teile geschieht über ein Farbwerk, das aus einer Reihe von Walzen besteht. Sie erzeugen einen dünnen Farbfilm und färben damit die erhöhten Stellen des Klischees ein. Von der Druckform erfolgt eine direkte Übertragung der Farbe unter einem gewissen Anpressdruck auf den Bedruckstoff.

Legende

(A) ... Farbkasten
(B) ... Farbwerk
(C) ... Klischeezylinder
(D) ... Material-Bahn
(E) ... Gegendruckzylinder

Digitaldruck-Verfahren

Beim Digitaldruck können die Informationen direkt vom Computer auf das Papier gebracht werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Die Qualität des Digitaldrucks ist in der Zwischenzeit fast mit dem UV-Flexodruck vergleichbar. Bei kleinen Auflagen ist der Digitaldruck schneller und preisgünstiger und erlaubt auch spezielle Techniken wie personalisiertes Drucken oder Printing-on-Demand.

Offsetdruck-Verfahren

Der Offsetdruck zählt zu den Flachdruckverfahren. Druckende und nichtdruckende Flächen befinden sich nahezu auf einer Ebene. Beim Offset handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren. Von der Druckform wird die Farbe erst auf ein Gummituch und von dort auf den Bedruckstoff abgesetzt. Daher stammt auch die Bezeichnung dieses Verfahrens (Absetzen = engl. «offset»). Die Trennung der druckenden und nichtdruckenden Flächen beruht auf dem Prinzip, dass sich Fett und Wasser gegenseitig abstossen. Die druckenden Stellen einer metallischen Offsetdruckplatte werden so präpariert, dass sie hydrophob (wasserabstossend) sind und somit die fettige Druckfarbe annehmen.

Die übrigen Flächen bleiben hydrophil (wasserfreundlich). Für den Druck wird der Offsetplatte sowohl Wasser als auch Farbe zugeführt. Zur Einfärbung dient ein Farbwerk, das dem einer Buchdruckmaschine sehr ähnlich ist. Das Benetzen der Plattenoberfläche mit Wasser geschieht mit Hilfe eines Feuchtwerkes. Bei einer richtigen Einstellung der Farb-Wasser-Balance ist eine scharfe Trennung der druckenden und nichtdruckenden Flächen gegeben. Das ermöglicht ein punktgenaues Druckbild und ist vor allem bei Rasterverläufen oder sehr feinen Elementen wichtig.

Legende

(A) ... Farbkasten
(B) ... Farbwerk
(C) ... Druckform- oder Plattenzylinder
(D) ... Gummituchzylinder
(E) ... Gegendruckzylinder
(F) ... Feuchtwerk
(G) ... Wasserwanne
(H) ... Material-Bahn oder Bogen

Siebdruck-Verfahren

Der Siebdruck verdankt seinen Namen dem Prinzip des Verfahrens, das darin besteht, Farbe durch ein feinmaschiges Sieb auf das zu bedruckende Material zu drücken. Um ein Druckbild zu erzeugen, werden die Gewebemaschen mit einer kopierfähigen Beschichtung verschlossen. Nach entsprechender Belichtung wird diese Schicht an den unbelichteten Stellen ausgewaschen. Beim Druckvorgang wird die Farbe mit Hilfe einer Rakel durch diese offenen Maschen auf den Bedruckstoff gedrückt. Ein Hauptvorteil des Siebdrucks ist die hohe Schichtstärke, in der die Farbe aufgetragen werden kann.

Rotationssiebdruck

Rotationssiebdruck

Legende

(A) ... Material-Bahn
(B) ... Rakel
(C) ... Rundsieb
(D) ... Gegendruckzylinder

Thermodruck-Verfahren

Druckverfahren, bei dem auf einem thermosensitiv beschichteten Papier oder einer Folie mittels eines elektronisch ansteuerbaren Druckkopfes durch Kontakthitze eine Verfärbung entsteht.

Thermo-Transfer-Druck-Verfahren

Bei dieser Druckmethode wird die Farbe eines Farbbandes mit Hilfe von Hitze auf das zu bedruckende Medium übertragen bzw. aufgeschmolzen. Diese Drucktechnik findet man vor allem bei Etikettendruckern mit hohen Ansprüchen an Druckqualität, Haltbarkeit und Flexibilität des Etiketten-Materials. Als zu bedruckende Materialien eignen sich Papieretiketten, Kunststoffe, Textilien, metallisierte Oberflächen, etc. Mit dem Thermo-Transfer-Druck wird die beste und dauerhafteste Druckqualität bei Etikettendruckern erzielt, wodurch er besonders für Barcodes und variable Daten geeignet ist.

UV-Flexodruck-Verfahren

Der Flexodruck zählt zu den Hochdruckverfahren. Ein Unterschied zum Buchdruck besteht in der Druckform, die wesentlich elastischer ist. Dadurch ist ein geringerer Anpressdruck erforderlich, um das Motiv direkt von der Druckform auf den Bedruckstoff zu übertragen. Das Einfärben der Flexodruck Klischees geschieht über Rasterwalzen. Sie besitzen Vertiefungen in der Walzenoberfläche, die eine definierte Farbmenge transportieren. Eine Besonderheit im Flexodruckverfahren stellt der Druck mit strahlenhärtenden Farben dar. Während lösemittel- oder wasserbasierte Druckfarben physikalisch trocknen, wird im UV-Flexodruck eine Polymerisation der Farben oder Lacke durch die Einwirkung von UV-Strahlen erzielt.

Flexodruck mit Kammerrakel

Flexodruck mit Kammrakel

Legende

(A) ... Kammerrakel mit Farbe
(B) ... Rasterwalze
(C) ... Druckformzylinder
(D) ... Gegendruckzylinder
(E) ... Material-Bahn

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