Fragen und Antworten zu Acryl-Dichtstoffen

Sie fragen, unsere Experten geben Antwort.

Anwendungstemperatur

In welchem Temperaturbereich kann Acryl verarbeitet werden?

Anwendungstemperatur zwischen +5°C und +30°C. Bei zu tiefen Temperaturen kann sich eine feine Eisschicht auf dem Untergrund bilden und die Haftung verunmöglichen. Achtung: Die Untergrundtemperatur darf +5°C auch nicht unterschreiten. Bei zu hoher Temperatur ist die Hautbildungszeit sehr rasch.

Aushärtung

Wie lange dauert es, bis der Acryl ausgehärtet ist?

Massgebend sind die Umgebungsfeuchte und die Temperatur. Der Acryl verdunstet Wasser – ist es warm und trocken, ist die Aushärtung schneller. Zusätzlich ist die Grösse der Fuge von Bedeutung. Die Aushärtung verläuft von aussen nach innen.

Haltbarkeit

Wie lange ist Acryl haltbar? Kann das geöffnete Gebinde weiter verwendet werden?

Ein Acryl-Dichtstoff verfällt nicht. Es können im schlimmsten Fall Erhärtungen am Kolbenboden entstehen, der pastöse Acryl ist jedoch immer noch zu verarbeiten und härtet auch aus. Auf eine richtige Lagerung ist zu achten! Ist der Acryl in der Düse ausgehärtet, diese zurückschneiden oder die Düse auswechseln.

Lagerung

Wie soll der Acryl-Dichtstoff gelagert werden?

Möglichst kühl (+10°C bis +20°C) und trocken. Achtung: Acryl enthält Wasser und ist deshalb vor Frost zu schützen. Grosse Temperaturwechsel vermeiden.

Primer / Untergrund

Auf welchen Untergründen kann der Acryl verwendet werden und braucht es einen Primer dazu?

Der Acryl wird hauptsächlich auf saugfähigen, porösen Untergründen verwendet. Ist der Untergrund zu nass, kann dies die Aushärtung entsprechend verzögern. Als Primer wird eine Acrylemulsion angemischt aus 1 Teil Acryl und 4 Teilen Wasser, welche mit dem Pinsel aufgetragen wird. Der Untergrund soll vor Einbringen des Acryls noch leicht feucht sein. Die Haftung des Acryls auf glatten Oberflächen ist eher schwach. Der Dichtstoff eignet sich nicht bei Wasserbelastung.

Reinigung

Wie kann eine verschmutzte Fuge gereinigt werden?

Mit Wasser und Reinigungsmittel (Seife). Aber Achtung: Die Acrylfuge nicht mit starker Reibung aufscheuern. Die Oberfläche wird so aufgerubbelt und sieht unschön aus.

Reparaturen

Wie kann eine bestehende Acrylfuge angesetzt oder repariert werden?

Acryl-Fugen lassen sich mit dem gleichen Material reparieren. Die Haftung von altem und neuem Acryl ist gut. Bestehender Dichtstoff muss sauber sein und selber eine gute Haftung auf dem Untergrund haben.

Risse / Ablösungen

Was sind die Ursachen für Risse und Ablösungen im Fugendichtstoff?

Generell ist eine Überbelastung die Ursache. Meistens im Zusammenhang mit einer zu klein dimensionierten Fuge. Gibt es Ablösungen an der Fugenflanke, kann zusätzlich eine schlechte oder keine Vorbehandlung einen Einfluss haben. Zu beachten ist, dass trockene Untergründe dem Acryl das Wasser zu rasch entziehen, was zu Rissen führen kann.

Verbrauch

Wieviel Acryl wird für die Fuge benötigt?

Die Menge ist vom Fugenquerschnitt abhängig.

Als Faustformel gilt:
Breite × Tiefe in mm gleich Menge pro Meter in ml.

Beispiel:
10 mm × 10 mm = 100 ml/m.
Als Verlust wird noch ca. 20% dazu gerechnet.
Für eine 310 ml Kartusche heisst das: 310 ml : 120 ml/m = 2.58 m pro Kartusche.

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