Fragen und Antworten zu PU-Schäumen

Sie fragen, unsere Experten geben Antwort.

2K-PU-Schaum

Was sind die Einsatzgebiete des 2K-Schaumes?

Er wird vor allem dort eingesetzt, wo eine kontrollierte Aushärtung notwendig ist, oder wo in grösseren Mengen geschäumt werden muss. Da der Schaum eine höhere Dichte hat (35 kg/m³), eignet er sich bei Montagen und zum Unterschäumen von Dusch- oder Badewannen. 2K-Schaum drückt nicht nach.

Anwendungstemperatur

In welchem Temperaturbereich kann der PU-Schaum verarbeitet werden?

Anwendungstemperatur zwischen +5°C und +30°C (ausser der Winterschaum bis -10°C). Bei zu tiefen Temperaturen besteht die Gefahr, dass der Abbindeprozess durch die geringe Luftfeuchtigkeit eingeschränkt wird. Die Dosentemperatur sollte immer ca. +20°C betragen.

Brennbarkeit

Ist der PU-Schaum brennbar?

Generell sind die PU-Schäume in der Baustoffklasse B3 (leichtentflammbar) eingeteilt. Er ist aber auch in B2 (normalentflammbar) und sogar in B1 (schwerentflammbar) erhältlich.

Gifte

Enthält PU-Schaum Gifte?

Während der Aushärtung entweichen dem Schaum Isocyanat-Dämpfe. Diese stuft der Gesetzgeber als mindergiftig ein. Trotzdem soll bei der Verarbeitung für ausreichende Belüftung gesorgt und die Gefahrenhinweise auf der Dose beachtet werden. PU-Schaum enthält kein Formaldehyd.

Haltbarkeit

Wie lange ist eine Schaumdose haltbar?

Das Ablaufdatum ist auf 1 Jahr ab Produktion festgelegt. Das Produkt verfällt jedoch nicht und es können ohne weiteres auch ältere Dosen, welche richtig gelagert wurden, noch problemlos ausgeschäumt werden.

Lagerung

Wie soll die Dose gelagert werden?

Möglichst kühl (+10°C bis +20°C) und trocken. Grosse Temperaturwechsel vermeiden. Die Dose steht unter Druck und muss vor Sonne und Erwärmung über +50°C geschützt werden. Dose immer aufrecht lagern!

Nagetiere

Wird der Schaum von Nagetieren angefressen?

Ja, Nagetiere wie Ratten und Mäuse fressen sich auch durch PU-Schaum. Um das zu verhindern, können Drehspäne oder Stahlwolle in den frischen Schaum gegeben werden. Da vergeht jedem Nager der Appetit.

Polystyrol

Kann der Schaum zusammen mit Polystyrolplatten verarbeitet werden?

Ja, zwischen dem PU-Schaum und den Polystyrol-Isolationen (z.B. Sagex oder Syrofoam) gibt es keine Unverträglichkeiten und die Haftung ist recht gut.

Treibgase

Sind die Treibgase in den PU-Schäumen der Permapack unbedenklich?

Die Dosen enthalten Treibgase ohne Ozon-Abbau-Potential. Sie sind also FCKW-frei.

UV-Beständigkeit

Kann der Schaum dem UV-Strahlung ausgesetzt werden?

Nein, der ausgehärtete Schaum ist nicht UV-beständig. Er muss also abgedeckt, überputzt oder mindestens überstrichen werden.

Ventil

Wieso funktioniert teilweise das Ventil nicht?

Das Dosenventil ist nicht 100%ig luftdicht. Sicherheitsventile weisen eine höhere Dichtheit als Gummventile auf. Kann durch falsche Lagerung Feuchtigkeit ins Ventil eindringen, härtet der Schaum im Ventil aus und verstopft es. Die Dose lässt sich nicht mehr ausschäumen. Deshalb auf richtige Lagerung achten!

Verbrauch

Wieviel Schaumausbeute ergibt eine Dose?

Auf jeder Dose oder im Datenblatt ist die Ausbeute in Liter angegeben. Dieser Wert ist aber unter Laborbedingungen (+20°C und 60% Luftfeuchtigkeit) und frei geschäumt ermittelt worden. Unter Baustellenbedingungen kann sich die Ausbeute verringern.

Wasserbeständigkeit

Kann mit Schaum Wasser abgedichtet werden?

Wasser schadet dem Schaum nicht. Da er geschlossenzellig ist, nimmt er auch kaum Wasser auf. Der PU-Schaum ist generell ein Isolationsmaterial und als Abdichtung gegen Wasser nicht unbedingt geeignet.

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